Was Sie über Photovoltaik wissen sollten

Wie groß sollte eine Photovoltaikanlage sein?
Eine Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 1.000 Watt (1 kWp) benötigt ca. 8-10 qm Dachfläche bei einem Schrägdach (Flächenbedarf bei einem Flachdach ca. 30 qm).

Wie teuer ist eine Photovoltaikanlage?
Derzeit liegen die Preise zwischen 2.700 - 3.300 € pro kWp Leistung inklusive Installation und exklusive Mehrwertsteuer.
Mit einer fixen Betreibervergütung von 39,14 Cent je Kilowattstunde (bei Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 2010) nach dem EEG (s.u.) stehen diesen Ausgaben nach 20 Jahren Einnahmen von rd. 7.000 EURO / kWp gegenüber. Zinsgünstige Darlehen erleichtern in Deutschland die Finanzierung von Photovoltaikanlagen.

Was bedeutet Kilowatt-Peak (kWp)?
Peak heißt Spitze. Kilowatt-Peak ist ein Maß für die elektrische Leistung, die eine PV-Anlage bei optimalen Bedingungen maximal liefert, gemessen in KW. Der Wert wird für jeden Modul-Typ im Labor ermittelt. Als Daumenwert gilt: Für eine Anlage mit 1 kWp Leistung braucht man ca. 8 qm Modulfläche.

Wie hoch sind Betriebs- und Wartungsaufwand?
Solarstromanlagen arbeiten nahezu wartungsfrei. Die Betriebs- und Wartungskosten für Photovoltaikanlagen sind deshalb sehr gering. Wichtig ist das regelmäßige Ablesen des Stromzählers, damit Sie eine Störung, so selten diese in der Praxis auch auftritt, frühzeitig erkennen. Staub und Schmutz auf den Solarmodulen werden i.d.R. in ausreichendem Maße durch Schnee und Regen entfernt.

Wieviel Energie kann eine PV-Anlage erzeugen?
Bei optimaler Ausrichtung (Süd, 30° Neigung) und einem nicht verschatteten Standort produziert ein kW Modulfläche in unseren Breiten zwischen 850 - 950 kWh im Jahr, 9 qm erzeugen ca. den Strombedarf eines Menschen.

Lebensdauer einer Photovoltaikanlage?
Die Hersteller von Solarmodulen bieten inzwischen Produktgarantien von 5 Jahren und Leistungsgarantien von 90% nach 10 Jahren und 80% nach 20 Jahren.
Die nach Tests und bisherigen Erfahrungen belegte durchschnittliche Lebensdauer von PV-Modulen liegt bei mindestens 30 - 40 Jahre.

Kommt die bei der Herstellung einer Solarzelle aufgewandte Energie wieder durch Umwandlung der Sonnenenergie herein?
Nach einer Studie der Forschungsstelle für Energiewirtschaft gemeinsam mit dem Öko-Institut Freiburg im Auftrag der Hamburger Elektrizitätswerke liefern Photovoltaikanlagen inzwischen etwa mindestens das 7-fache der aufgewendeten Herstellungsenergie – einschließlich der Energie für die Lieferung der Systemkomponenten – zurück.

Reicht der Sonnenschein in unseren Breiten für einen sinnvollen Betrieb von Photovoltaikanlagen?
Die Sonnenenergie in Mitteleuropa beträgt immerhin 50% dessen, was in Äquatornähe auf einer gleich großen Fläche auftrifft. Da die große Hitze den Wirkungsgrad der Module mindert, sind unsere gemäßigten Breiten eher begünstigt. Entscheidend ist auch, dass PV-Anlagen direkt beim Verbraucher (dezentral) ihre Energie erzeugen und damit Leitungsverluste der konventionellen Stromerzeugung erst gar nicht entstehen.

Wie wertvoll ist Solarstrom für die Elektrizitätswirtschaft?
PV-Anlagen liefern Strom nicht nur bei direktem Sonnenschein, sondern auch bei hellem, bedecktem Himmel. Gerade tagsüber besteht im Stromnetz hoher Bedarf (Hochtarifzeit). Solarstrom, der ins Netz eingespeist wird, trägt zur Deckung der Lastspitzen in der Mittagszeit bei. Strom zu Zeiten hohen Verbrauchs ist für die Stadtwerke sogar extrem teuer.